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Es lebe die Infantilität.

Es lebe die Infantilität.

Erinnert Ihr Euch noch wie wir einst mit zusammengepressten Lippen und weit aufgerissenen Augen über dem Lautsprecher unseres leiernden Mono-Kassettenrekorders gehangen haben und den Abenteuern von Hui Buh (dem Schlossgespenst), TKKG, den „Drei Fragezeichen“ lauschten und vor Spannung noch nicht mal auf’s Klo gingen?

Als ich heute morgen auf dem Weg zur Arbeit über meinen iPod das siebte Kapitel des Hörbuches „Die Dritte Macht“ lauschte – die Senioren unter uns entsinnen sich noch an Perry Rhodan – musste ich mich spontan wieder daran denken wie wir unsere Kassetten tauschten – ganz ohne eMule, Napster oder Torrents. Dabei hofften wir ein jedes mal dass der blöde Monacor-Quäker daheim dieses Tape nicht zu Bandsalat zu verarbeitet.

Was früher unter „Hörspiel für Kinder“ titulierte findet heute als „Hörbuch“ recht erfolgreich wieder Einzug in die Erwachsenenwelt. Dem Trend folgend müsste ich mir noch so einen Tretroller kaufen. Okay: die heißen für uns hippe Midster nun „Kickboard“, sehen aber mit den kleinen Plastikrollen nicht besser aus als das ballonbereifte Tretgefährt unserer Kindheit. Früher war man cool wenn man den alten ausgemusterten und ramponierten Aktenkoffer von Papa mit in die Schule nehmen durfte, heute wird das Notebook im zu groß geratenen Schultornister verstaut, diese „Daypacks“ sind ja auch wieder groß in Mode.

Es lebe die Infantilität!

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Heiko

BüroAmMeer. Fotografiert gern. Produktmanager, Projektleiter, Softwareentwickler, manchmal auch DJ und Game Designer, je nach Tageszeit, Erfordernis, Lust und Laune. Auswanderer, Roadsterliebhaber.

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