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	<title>simple life. &#187; Montagsmail</title>
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		<title>Flip Flops.</title>
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		<pubDate>Fri, 14 Aug 2009 23:46:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heiko</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Blogclassix]]></category>
		<category><![CDATA[Montagsmail]]></category>

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		<description><![CDATA[Flip Flops. Die Badepantine, der Fuß in Selbiger und ein Restaurant.
Mit den sinkenden Temperaturen verschwindet der Sommer und mit ihm auch die sogenannten &#8220;Flip Fops&#8221; aus dem Straßenbild. Jene zur modischen Fußbekleidung mutierten Badelatschen, die uns einst als Kind bei Badeurlauben schon von den Eltern am Strand aufgezwungen wurden. Ich fand diese unbequemen Kunststoff-Treter mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h5>Flip Flops. Die Badepantine, der Fuß in Selbiger und ein Restaurant.</h5>
<p>Mit den sinkenden Temperaturen verschwindet der Sommer und mit ihm auch die sogenannten &#8220;Flip Fops&#8221; aus dem Straßenbild. Jene zur modischen Fußbekleidung mutierten Badelatschen, die uns einst als Kind bei Badeurlauben schon von den Eltern am Strand aufgezwungen wurden. Ich fand diese unbequemen Kunststoff-Treter mit den scharfen Kanten, die selten von selbst am Fuß blieben und nur durch festtackern zum halten bewegt werden konnten, schon damals ätzend.</p>
<p>Um der Plastik-Pantoffel ein wenig Erotik zu verpassen malt sich Frau noch zusätzlich ihre Fußnägel an. So kommt zum blumengeschmückten Wickelrock noch der rosa Schlappen mit passenden blauen Zeh. Im Verlauf des Sommers wird diese Lackierung dann nicht erneuert und so bietet sich dem Betrachter oft ein Anblick der einem TÜV-Prüfer die Tränen in die Augen treibt. Schade das man nur Autos stillegen kann&#8230;</p>
<p>Heute findet es frau schick mit durch Zierrat verunstalteten Bade-Galoschen einkaufen zu gehen. Selbst im Restaurant findet man Schmalspursandalen vor mit denen man im letzten Jahr bestenfalls am Ballermann 6 auftreten konnte oder am Ballaton Beifall erntete. Da hilft es heute auch nicht wenn der Schriftzug einer bekannten Sportschuhmarke auf dem Botten prangt: im Prinzip reicht ja auch die Leihpantine aus dem Hallenbad.</p>
<p>Während nun der durchschnittliche Restaurantbesucher noch grübelt ob er sich am &#8220;Pavés de boeuf au poivre&#8221; oder doch lieber &#8220;Coeur de filet à l´estragon&#8221; verlustiert, hört man schon das charakteristische Geräusch das dem Gummischuh seinen Namen gab: am Arm des langsam schreitenden Begleiters vorbeigeführt demonstriert die modische Frau von Welt das sie auch dem ständig drohenden Verlust der Kunstleder-Sandalette herr wird. Der daraus resultierende schlurfende gang ist Programm. Wie auch der Name: Flip Flop.</p>
<blockquote><p><em><strong>Merke: Flip Flops sind keine Schuhe. Und schon gar nicht attraktiv!</strong></em></p></blockquote>
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		<title>Der Weihnachtsbaum.</title>
		<link>http://www.heikokanzler.de/2005/12/der-weihnachtsbaum/</link>
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		<pubDate>Thu, 22 Dec 2005 10:47:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heiko</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurz notiert.]]></category>
		<category><![CDATA[Montagsmail]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Weichnachtsbaum
Des Deutschen liebster Brauch zur Weihnachtszeit ist &#8211; neben dem gemeinschaftlichen Verzehr verkohlter Bratwürste in Naturmdarm und dem trinken von erhitzten alkoholisierten Weinsurrogaten &#8211; das aufstellen immergrüner Pflanzen im Wohnzimmer um sie anschliessend mit allerlei Buntem und glitzernden Zierrat zu behängen. Richtig. Die Rede ist vom Weihnachtsbaum.
Bei winterlichen 10 bis 18 Plusgraden liegt der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Der Weichnachtsbaum</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Des Deutschen liebster Brauch zur Weihnachtszeit ist &#8211; neben dem gemeinschaftlichen Verzehr verkohlter Bratwürste in Naturmdarm und dem trinken von erhitzten alkoholisierten Weinsurrogaten &#8211; das aufstellen immergrüner Pflanzen im Wohnzimmer um sie anschliessend mit allerlei Buntem und glitzernden Zierrat zu behängen. Richtig. Die Rede ist vom Weihnachtsbaum.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Bei winterlichen 10 bis 18 Plusgraden liegt der entwurzelte Vertreter der nordischen Nadelhölzer eng zusammengebunden auf dem Balkon und harrt der Dinge die da kommen. Vor einigen Tagen wurde er aus einer Schar gleichartiger Artgenossen zu einem jährlich steigenden horrenden Preis einem der Fachverkäufer abgekauft die ihre Claims mit Bauzäunen vom normalen Stadtgeschehen abstecken. Die Preisgestaltung und das Auftreten der verschiedenen Anbieter lässt allerdings vermuten das sie alle einer gemeinsamen Weihnachtsbaummafia angehören deren erklärtes ziel der Ruin des Weihnachtswilligen ist. Zähneknirschend blättert man dem Verkäufer den Gegenwert eines moderaten Kleinwagens in die aufgehaltene Hand (&#8220;Wo hat der eigentlich seinen Tresor im Bauwagen versteckt?&#8221;) und zieht mit seinem erwählten Stamm von dannen.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Am Tag vor Heiligabend beginnt &#8211; irgendeiner Tradition folgend deren Ursprung längst vergessen ist &#8211; das Ritual &#8220;des Baum schmückens&#8221; (nicht zu verwechseln mit dem Ritual &#8220;des Baum drückens&#8221; und dem Brauch &#8220;des sich verdrückens&#8221;). Unser Protagonist wird in das Wohnzimmer gezerrt und von seiner Knebelung befreit. Aus Protest ob dieser ersten groben Behandlung verliert dieser dann auch gleich seine ersten Nadeln.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Traditionell ist der Baum natürlich deutlich zu groß für die Wohnung. Wie soll man auch nach all den Jahren das Wohnzimmer von der Größe und Höhe her abschätzen können? Nun, der gewiefte Baumaufsteller hat stets eine Kettensäge oder Spaltaxt im Wohnzimmerschrank bereit liegen und kürzt die Tanne flux um den ein oder anderen Meter auf eine Wohnzimmerdecken-freundliche Höhe ein.&lt;br clear=&#8221;all&#8221;/&gt;</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Wer kennt nicht den Ausdruck &#8220;unser Baum strahlt&#8221;? Um diesem Ausdruck Nachdruck zu verleihen muss unser Vertreter der dänischen Import-Nordmanntanne erst einmal mit der &#8211; wie immer &#8211; viel zu kurzen Lichterkette behangen werden. Neben der logistischen Höchstleistung eine 120cm lange Lichterkette (&#8220;Sind eigentlich alle Birnchen in Ordnung, heute können wir keine Ersatzfunzeln mehr kaufen?&#8221;) um einen 200cm langen Baum zu hängen, droht stets die Gefahr das der Anschluß für den lichtspendenden Strom plötzlich nicht mehr in Reichweite ist (&#8220;War die Steckdose letztes Jahr nicht auf der anderen seite?&#8221;). Nach dem neunten Versuch hat man nicht nur den Baum um ein knappes Kilo Nadeln erleichtert sondern auch ein Gefühl für die Länge der Kette entwickelt und selbst die Steckdosen sind wieder da wo sie schon vor Jahren montiert wurden.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Gegen Abend versammelt sich die Familie um das aufgestellte Gehölz und beginnt mit dem Schmuck. Teures Geschmeide, über Generationen vererbt und verliehen, wird zusammengekarrt und die alljährliche Diskussion um die Farbe der Dekoration (&#8220;Wie schmücken wir ihn dieses Jahr? Rot, Gold, Grün oder gestreift?&#8221;) ist längst vergessen. Nicht so in vielen anderen Familien wo zu dieser Zeit ob so schwieriger Entscheidungen die Scheidungsrate bedrohlich ansteigt! Den Abschluss macht, wie jedes Jahr, die Baumspitze die &#8211; natürlich &#8211; immer noch im Keller liegt.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Der Baum ist geschmückt, die betriebsame Hektik abgeklungen und die Tanne steht majestätisch und hell erleuchtet an dem ihr zugedachten Platz. Die hübsch verpackten Geschenke werden in Erwartung der Bescherung bereits unter den Baum gelegt und langsam kehr Ruhe ein.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Eigentlich ist Weihnachten gar nicht so übel!</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">+</div>
<h4>Der Weichnachtsbaum.</h4>
<p>Des Deutschen liebster Brauch zur Weihnachtszeit ist &#8211; neben dem gemeinschaftlichen Verzehr verkohlter Bratwürste in Naturmdarm und dem trinken von erhitzten alkoholisierten Weinsurrogaten &#8211; das aufstellen immergrüner Pflanzen im Wohnzimmer um sie anschliessend mit allerlei Buntem und glitzernden Zierrat zu behängen. Richtig. Die Rede ist vom Weihnachtsbaum.</p>
<p>Bei winterlichen 10 bis 18 Plusgraden liegt der entwurzelte Vertreter der nordischen Nadelhölzer eng zusammengebunden auf dem Balkon und harrt der Dinge die da kommen. Vor einigen Tagen wurde er aus einer Schar gleichartiger Artgenossen zu einem jährlich steigenden horrenden Preis einem der Fachverkäufer abgekauft die ihre Claims mit Bauzäunen vom normalen Stadtgeschehen abstecken. Die Preisgestaltung und das Auftreten der verschiedenen Anbieter lässt allerdings vermuten das sie alle einer gemeinsamen Weihnachtsbaummafia angehören deren erklärtes ziel der Ruin des Weihnachtswilligen ist. Zähneknirschend blättert man dem Verkäufer den Gegenwert eines moderaten Kleinwagens in die aufgehaltene Hand (&#8220;Wo hat der eigentlich seinen Tresor im Bauwagen versteckt?&#8221;) und zieht mit seinem erwählten Stamm von dannen.</p>
<p>Am Tag vor Heiligabend beginnt &#8211; irgendeiner Tradition folgend deren Ursprung längst vergessen ist &#8211; das Ritual &#8220;des Baum schmückens&#8221; (nicht zu verwechseln mit dem Ritual &#8220;des Baum drückens&#8221; und dem Brauch &#8220;des sich verdrückens&#8221;). Unser Protagonist wird in das Wohnzimmer gezerrt und von seiner Knebelung befreit. Aus Protest ob dieser ersten groben Behandlung verliert dieser dann auch gleich seine ersten Nadeln.</p>
<p>Traditionell ist der Baum natürlich deutlich zu groß für die Wohnung. Wie soll man auch nach all den Jahren das Wohnzimmer von der Größe und Höhe her abschätzen können? Nun, der gewiefte Baumaufsteller hat stets eine Kettensäge oder Spaltaxt im Wohnzimmerschrank bereit liegen und kürzt die Tanne flux um den ein oder anderen Meter auf eine Wohnzimmerdecken-freundliche Höhe ein.&lt;br clear=&#8221;all&#8221;/&gt;</p>
<p>Wer kennt nicht den Ausdruck &#8220;unser Baum strahlt&#8221;? Um diesem Ausdruck Nachdruck zu verleihen muss unser Vertreter der dänischen Import-Nordmanntanne erst einmal mit der &#8211; wie immer &#8211; viel zu kurzen Lichterkette behangen werden. Neben der logistischen Höchstleistung eine 120cm lange Lichterkette (&#8220;Sind eigentlich alle Birnchen in Ordnung, heute können wir keine Ersatzfunzeln mehr kaufen?&#8221;) um einen 200cm langen Baum zu hängen, droht stets die Gefahr das der Anschluß für den lichtspendenden Strom plötzlich nicht mehr in Reichweite ist (&#8220;War die Steckdose letztes Jahr nicht auf der anderen seite?&#8221;). Nach dem neunten Versuch hat man nicht nur den Baum um ein knappes Kilo Nadeln erleichtert sondern auch ein Gefühl für die Länge der Kette entwickelt und selbst die Steckdosen sind wieder da wo sie schon vor Jahren montiert wurden.</p>
<p>Gegen Abend versammelt sich die Familie um das aufgestellte Gehölz und beginnt mit dem Schmuck. Teures Geschmeide, über Generationen vererbt und verliehen, wird zusammengekarrt und die alljährliche Diskussion um die Farbe der Dekoration (&#8220;Wie schmücken wir ihn dieses Jahr? Rot, Gold, Grün oder gestreift?&#8221;) ist längst vergessen. Nicht so in vielen anderen Familien wo zu dieser Zeit ob so schwieriger Entscheidungen die Scheidungsrate bedrohlich ansteigt! Den Abschluss macht, wie jedes Jahr, die Baumspitze die &#8211; natürlich &#8211; immer noch im Keller liegt.</p>
<p>Der Baum ist geschmückt, die betriebsame Hektik abgeklungen und die Tanne steht majestätisch und hell erleuchtet an dem ihr zugedachten Platz. Die hübsch verpackten Geschenke werden in Erwartung der Bescherung bereits unter den Baum gelegt und langsam kehr Ruhe ein.</p>
<p>Eigentlich ist Weihnachten gar nicht so übel!</p>
<p>+</p>
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		<title>45 Minuten</title>
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		<pubDate>Mon, 11 Aug 2003 00:46:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heiko</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berlin. Beobachtet.]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
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		<category><![CDATA[Montagsmail]]></category>

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		<description><![CDATA[45 Minuten
Da schafft es die Post endlich, verbraucherfreundliche Öffnungszeiten auch für Berufstätige einzuführen&#8230; und wer, bitte schön, steht in der ellenlangen Schlange Postkunden, die auf dem Weg zur Arbeit nur schnell ein Postgeschäft verrichten wollen, ganz vorne und okkupiert die eh&#8217; schon spärlich besetzten Schalter? Richtig: Renter!
Jene Mitbürger, die nach erfüllten 60 Jahren Berufstätigkeit ihren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">45 Minuten</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Da schafft es die Post endlich, verbraucherfreundliche Öffnungszeiten auch für Berufstätige einzuführen&#8230; und wer, bitte schön, steht in der ellenlangen Schlange Postkunden, die auf dem Weg zur Arbeit nur schnell ein Postgeschäft verrichten wollen, ganz vorne und okkupiert die eh&#8217; schon spärlich besetzten Schalter? Richtig: Renter!</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Jene Mitbürger, die nach erfüllten 60 Jahren Berufstätigkeit ihren verdienten Lebensabend geniessen können. Aber nein, die senile Bettflucht drängt unsere geliebten Mitbürger schon um halb Acht auf die Straße um all die wichtigen und dringenden Angelegenheiten zu erledigen, die keinen Aufschub dulden: das ummelden des D1-Handies vom Enkel&#8230; Ja, die Schalterdame konnte auch dem netten Herrn nach ca. 20 Minuten geduldigen auf-ihn-einredens erklären das es zwar früher die Post war die uns die Telefone geliefert hat, aber das war auf der Zeitleiste weit vor Bismarck!</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Jetzt noch schnell das Konto umgestellt, er habe da von so tollen Konditionen für das Sparbuch gehört. Und das müsse man ihm doch noch mal genauer erklären. Weitere 15 Minuten später endete die Belagerung des Schalters durch diesen Kunden, er zog glücklich und zufrieden mit einer Briefmarke von dannen: für den Brief an den Heilmittelversand, der ja so schöne Angebote und Proben hat&#8230; Die Sparbuchkonditionen waren dann doch nicht gut für ihn, er hätte das Geld lieber längerfristig angelegt.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Nachdem dann der geneigte Postkunde die erste Hürde geschafft hat, steht er nun endlich vor dem Schalter der Glückseligkeit und hätte gern das Smartpack XS (dereinst noch &#8220;Versandkarton klein&#8221; tituliert) und einen Paketschein. Die Beamtin sieht sich in ihrer Kompetenz gefordert und läuft zur beraterischen Hochform auf: einen Paketschein bräuchte man für das Smartpack XS nicht, das ginge noch als Brief durch. Selbst Einwände wie &#8220;ich möchte es aber versichern, und das geht nur bei einem Paket&#8221; beeindrucken diese nicht. Man muss sich den Paketschein selber holen.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Flux den gewünschten Gegenstand verpackt, schön in Papier gewickelt und in das (zugegebenermaßen) kleine Paket verstaut. Der einzigen Lasche vorne traut man nicht, aber das &#8220;Accessoryset&#8221; (bestehend aus einem Paketschein und Klebestreifen zur sicheren Verschließung des Paketes) gibt es erst ab dem &#8220;Smartpack S&#8221;&#8230; Egal. DAS klären wir, ebenso wie die Versandfrage, später am Schalter.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Ein schiefer Blick zur, mittlerweile noch längeren, Schlange macht deutlich: pünktlich wird der Postkunde seinen Dienst heute nicht mehr antreten. Da schallt eine Stimme aus dem Hintergrund (Schalter 6, einer von zwei geöffneten Schaltern) &#8220;so, das hier kann jetzt ein wenig länger dauern und der Herr da vorne am Tisch muss mal platz machen&#8221;. Welcher Herr? Schnell wird klar wer gemeint ist und der resoluten Schalterdame nebst Kundin, die eine Postbankberatung wünscht, Platz gemacht.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Schön das diese Rentnerin nur ein neues Konto für sich und evtl. ihre Enkel wünscht, und das mit dem gelben Strom müsse man ihr auch noch mal erklären&#8230;</div>
<blockquote><p>Ich kann mich nicht mehr an das exakte Datum erinnern. Aber &#8220;45 Minuten&#8221; entstand 2003 und ist definitiv die erste Montagsmail welche sich zu einer Mailingliste und später den Grundstein für meine private Webseite bildete.</p></blockquote>
<p><strong>45 Minuten.</strong></p>
<p>Da schafft es die Post endlich, verbraucherfreundliche Öffnungszeiten auch für Berufstätige einzuführen&#8230; und wer, bitte schön, steht in der ellenlangen Schlange Postkunden, die auf dem Weg zur Arbeit nur schnell ein Postgeschäft verrichten wollen, ganz vorne und okkupiert die eh&#8217; schon spärlich besetzten Schalter? Richtig: Renter!</p>
<p>Jene Mitbürger, die nach erfüllten 60 Jahren Berufstätigkeit ihren verdienten Lebensabend geniessen können. Aber nein, die senile Bettflucht drängt unsere geliebten Mitbürger schon um halb Acht auf die Straße um all die wichtigen und dringenden Angelegenheiten zu erledigen die keinen Aufschub dulden wie zum Beispiel das ummelden des D1-Handies vom Enkel&#8230; Ja, die Schalterdame konnte auch dem netten Herrn nach ca. 20 Minuten geduldigen auf-ihn-einredens erklären das es zwar früher die Post war die uns die Telefone geliefert hat, aber das war auf der Zeitleiste weit vor Kaiser Bismarck!</p>
<p>Jetzt noch schnell das Konto umgestellt, er habe da von so tollen Konditionen für das Sparbuch gehört. Und das müsse man ihm doch noch mal genauer erklären. Weitere 15 Minuten später endete die Belagerung des Schalters durch diesen Kunden. Er zog glücklich und zufrieden mit einer Briefmarke von dannen: für den Brief an den Heilmittelversand der ja so schöne Angebote und Proben hat&#8230; Die Sparbuchkonditionen waren dann doch nicht gut für ihn, er hätte das Geld lieber längerfristig angelegt.</p>
<p>Nachdem dann der geneigte Postkunde die erste Hürde geschafft hat, steht er nun endlich vor dem Schalter der Glückseligkeit und hätte gern das Smartpack XS (dereinst noch &#8220;Versandkarton klein&#8221; tituliert) und einen Paketschein. Die Beamtin sieht sich in ihrer Kompetenz gefordert und läuft zur beraterischen Hochform auf: einen Paketschein bräuchte man für das Smartpack XS nicht, das ginge noch als Brief durch. Selbst Einwände wie &#8220;ich möchte es aber versichern, und das geht nur bei einem Paket&#8221; beeindrucken diese nicht. Man muss sich den Paketschein selber holen.</p>
<p>Flux den gewünschten Gegenstand verpackt, schön in Papier gewickelt und in das (zugegebenermaßen) kleine Paket verstaut. Der einzigen Lasche vorne traut man nicht, aber das &#8220;Accessoryset&#8221; (bestehend aus einem Paketschein und Klebestreifen zur sicheren Verschließung des Paketes) gibt es erst ab dem &#8220;Smartpack S&#8221;&#8230; Egal. DAS klären wir, ebenso wie die Versandfrage, später am Schalter.</p>
<p>Ein schiefer Blick zur, mittlerweile noch längeren, Schlange macht deutlich: pünktlich wird der Postkunde seinen Dienst heute nicht mehr antreten. Da schallt eine Stimme aus dem Hintergrund (Schalter 6, einer von zwei geöffneten Schaltern) &#8220;so, das hier kann jetzt ein wenig länger dauern und der Herr da vorne am Tisch muss mal platz machen&#8221;. Welcher Herr? Schnell wird klar wer gemeint ist und der resoluten Schalterdame nebst Kundin, die eine Postbankberatung wünscht, Platz gemacht.</p>
<p>Schön das diese Rentnerin nur ein neues Konto für sich und evtl. ihre Enkel wünscht, und das mit dem gelben Strom müsse man ihr auch noch mal erklären&#8230;</p>
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