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	<title>simple life. &#187; Berlin</title>
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	<description>It&#039;s a simple life. Dead easy.</description>
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		<title>Morgendliche Isolation</title>
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		<pubDate>Mon, 18 Jun 2007 19:59:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heiko</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurz notiert.]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>

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		<description><![CDATA[Schon komisch. Vielleicht achtet man ja selber kaum noch darauf, aber heute hatte ich meinen mobilen Musikabspieler für digitale Tondokumente nicht dabei und sitze nun so mit meinem Café Latte Machiato (stilecht im Pappbecher) in der U-Bahn herum *1 und wundere mich über die Stille. Nicht das mir die Töne aus den &#8211; nicht vorhandenen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Schon komisch. Vielleicht achtet man ja selber kaum noch darauf, aber heute hatte ich meinen mobilen Musikabspieler für digitale Tondokumente nicht dabei und sitze nun so mit meinem Café Latte Machiato (stilecht im Pappbecher) in der U-Bahn herum *1 und wundere mich über die Stille. Nicht das mir die Töne aus den &#8211; nicht vorhandenen Ohrhörern &#8211; fehlen, sondern das morgendliche Gebrabbel der Fahrgäste (an das ich mich noch zu erinnern meine) glänzt mit Abwesenheit.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Ein vorsichtiger Blick in die Runde &#8211; der Bahnfahrer starrt ja üblicherweise auf einen unbestimmten Punkt 15 Zentimeter vor seiner Fussspitze auf den Boden &#8211;  macht auch deutlich klar, warum niemand mehr miteinander spricht: jeder Fahrgast hat sich die Ohren mit elektronischen Lärmgeräten zugestopft, lauscht der Akkustik die da aus den Trötern quillt und blickt auf einen imaginären Punkt vor sich. Gute 15 Zentimeter vor seinen Fussspitzen.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Das ist sie also, die selbstgewählte morgendliche Isolation.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">*1 Wenn ich jetzt wieder Zuschriften bekomme, ich könnte die Strecke auch laufen: nein, ich bin nicht faul sondern bewegungseffizient!</div>
<p>Schon komisch. Vielleicht achtet man ja selber kaum noch darauf, aber heute hatte ich meinen mobilen Musikabspieler für digitale Tondokumente nicht dabei und sitze nun so mit meinem Café Latte Machiato (stilecht im Pappbecher) in der U-Bahn herum *1 und wundere mich über die Stille. Nicht das mir die Töne aus den &#8211; nicht vorhandenen Ohrhörern &#8211; fehlen, sondern das morgendliche Gebrabbel der Fahrgäste (an das ich mich noch zu erinnern meine) glänzt mit Abwesenheit.</p>
<p>Ein vorsichtiger Blick in die Runde &#8211; der Bahnfahrer starrt ja üblicherweise auf einen unbestimmten Punkt 15 Zentimeter vor seiner Fussspitze auf den Boden &#8211;  macht auch deutlich klar, warum niemand mehr miteinander spricht: jeder Fahrgast hat sich die Ohren mit elektronischen Lärmgeräten zugestopft, lauscht der Akkustik die da aus den Trötern quillt und blickt auf einen imaginären Punkt vor sich. Gute 15 Zentimeter vor seinen Fussspitzen.</p>
<p>Das ist sie also, die selbstgewählte morgendliche Isolation.</p>
<p>*1 Wenn ich jetzt wieder Zuschriften bekomme, ich könnte die Strecke auch laufen: nein, ich bin nicht faul sondern bewegungseffizient!</p>
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		<title>Gähnreflex.</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Jan 2007 10:39:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heiko</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berlin. Beobachtet.]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>

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		<description><![CDATA[Die U-Bahn Station &#8220;Warschauer Straße&#8221; ist ein ein Endbahnhof, hier verbringt man mit anderen Fahrgästen oft gemeinsam ein wenig Wartezeit bis die Bahn endlich losfährt. Man sitzt sich gegenüber, starrt auf seine Stiefelspitze und versucht den direkten Blickkontakt zu vermeiden &#8211; was nicht immer gelingt, da die Langeweile oder eigene Neugier (oft letztere) den Blick [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Die U-Bahn Station &#8220;Warschauer Straße&#8221; ist ein ein Endbahnhof, hier verbringt man mit anderen Fahrgästen oft gemeinsam ein wenig Wartezeit bis die Bahn endlich losfährt. Man sitzt sich gegenüber, starrt auf seine Stiefelspitze und versucht den direkten Blickkontakt zu vermeiden &#8211; was nicht immer gelingt, da die Langeweile oder eigene Neugier (oft letztere) den Blick musternd schweifen lässt.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Das Warnsignal der schliessenden Türen erklingt, schnell springt noch eine junge Dame in den Waggon und lässt sich auf die Bank fallen. Sie greift sofort in den Rucksack um einen Blick auf ihr Handy zu werfen. Der Herr neben ihr kann nicht anders, er muss ebenfalls sein Mobiltelefon aus der Tasche ziehen um zu schauen ob er vielleicht nicht doch einen Anruf oder eine SMS verpasst hat. Und schon geht es los: fast jeder Fahrgast greift verstohlen in die Hemdtasche, den Rucksack oder Handtasche und wirft einen Blick auf das Display seines  mobilen Kommunikationsgerätes.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Das ist er also: der Handygähnreflex.</div>
<p>Die U-Bahn Station &#8220;Warschauer Straße&#8221; ist ein ein Endbahnhof, hier verbringt man mit anderen Fahrgästen oft gemeinsam ein wenig Wartezeit bis die Bahn endlich losfährt. Man sitzt sich gegenüber, starrt auf seine Stiefelspitze und versucht den direkten Blickkontakt zu vermeiden &#8211; was nicht immer gelingt, da die Langeweile oder eigene Neugier (oft letztere) den Blick musternd schweifen lässt.</p>
<p>Das Warnsignal der schliessenden Türen erklingt, schnell springt noch eine junge Dame in den Waggon und lässt sich auf die Bank fallen. Sie greift sofort in den Rucksack um einen Blick auf ihr Handy zu werfen. Der Herr neben ihr kann nicht anders, er muss ebenfalls sein Mobiltelefon aus der Tasche ziehen um zu schauen ob er vielleicht nicht doch einen Anruf oder eine SMS verpasst hat. Und schon geht es los: fast jeder Fahrgast greift verstohlen in die Hemdtasche, den Rucksack oder Handtasche und wirft einen Blick auf das Display seines  mobilen Kommunikationsgerätes.</p>
<p>Das ist er also: <strong>der Handygähnreflex.</strong></p>
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		<title>Ein schönes Paar.</title>
		<link>http://www.heikokanzler.de/2006/07/ein-schones-paar/</link>
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		<pubDate>Wed, 26 Jul 2006 11:01:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heiko</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berlin. Beobachtet.]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Blogclassix]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich sehe die beiden fast jeden Tag. Gemeinsam schlängeln sie sich mit mir oft durch den morgendlichen BVG-Berufsverkehr. Sie ist ein fröhlicher Typ, lacht gern und schüttelt dabei ihre rote -offensichtlich schwer zu bändigende- Haarmähne wenn ihr Begleiter Faxen macht während die beiden gemeinsam auf den Bus oder die Bahn warten.
Er, ein dunkler und eher [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Ich sehe die beiden fast jeden Tag. Gemeinsam schlängeln sie sich mit mir oft durch den morgendlichen BVG-Berufsverkehr. Sie ist ein fröhlicher Typ, lacht gern und schüttelt dabei ihre rote -offensichtlich schwer zu bändigende- Haarmähne wenn ihr Begleiter Faxen macht während die beiden gemeinsam auf den Bus oder die Bahn warten.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Er, ein dunkler und eher bodenständiger Typ mit glänzenden und unternehmungslustigen Augen, weiss immer wo&#8217;s lang geht und führt sie sicher durch das Gewühl ohne anzuecken. Sie vertraut ihm völlig, das merkt man sofort. Die beiden sind ein schönes Paar. Sie ziehen stets die Blicke der Passanten auf sich, wo immer sie gerade auftauchen. Die Frau und ihr Blindenhund.</div>
<h4>Ein schönes Paar.</h4>
<p>Ich sehe die beiden fast jeden Tag. Gemeinsam schlängeln sie sich mit mir oft durch den morgendlichen BVG-Berufsverkehr. Sie ist ein fröhlicher Typ, lacht gern und schüttelt dabei ihre rote -offensichtlich schwer zu bändigende- Haarmähne wenn ihr Begleiter Faxen macht während die beiden gemeinsam auf den Bus oder die Bahn warten.</p>
<p>Er, ein dunkler und eher bodenständiger Typ mit glänzenden und unternehmungslustigen Augen, weiss immer wo&#8217;s lang geht und führt sie sicher durch das Gewühl ohne anzuecken. Sie vertraut ihm völlig, das merkt man sofort. Die beiden sind ein schönes Paar. Sie ziehen stets die Blicke der Passanten auf sich, wo immer sie gerade auftauchen.</p>
<p><strong><em>Die Frau und ihr Blindenhund.</em></strong></p>
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		<title>Das Konzert.</title>
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		<pubDate>Tue, 04 Jul 2006 07:31:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heiko</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berlin. Beobachtet.]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Blogclassix]]></category>

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		<description><![CDATA[Kaum ein Besucher scheint unter 35 zu sein, die wenigen jüngeren Ausnahmen schauen verstört, aber hoffnungsvoll, in die Runde. Immerhin sind kaum Hardliner zu sehen. Es wird am Wetter liegen: bei 35 Grad zwängt man sich nicht in seine Leder- und Jeanskluft und toupiert sich 80er-Jahre gerecht die Haare hoch. Auch das poppig bleiche Make-Up [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Kaum ein Besucher scheint unter 35 zu sein, die wenigen jüngeren Ausnahmen schauen verstört, aber hoffnungsvoll, in die Runde. Immerhin sind kaum Hardliner zu sehen. Es wird am Wetter liegen: bei 35 Grad zwängt man sich nicht in seine Leder- und Jeanskluft und toupiert sich 80er-Jahre gerecht die Haare hoch. Auch das poppig bleiche Make-Up würde nur verlaufen, da muss halt ein einfacher Kajal reichen. Die weiblichen Besucher treiben etwas mehr Aufwand bei der Gesichtsbemalung, zollen der Hitze aber auch ihren Tribut. Dafür gibt&#8217;s halt mehr Lippenstift.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Der versierte Konzertprofi spart sich die Vorband und tritt erst kurz vor Konzertbeginn auf den Plan. Mit geübtem Blick sondiert er die Ränge, nur um festzustellen das andere Besucher schneller waren. Okay, betrachtet man das Geschehen halt &#8220;von oben&#8221;, man weiss ja wie seine Idole aussehen: die heimischen Wände sind bis zur Decke mit Abbildungen der musikalischen Truppe zugekleistert. Und näher zu den Getränkeständen steht man auch.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Nach einem fulminanten Lichtvorspiel &#8211; von dem wir mal ausgehen das es fulminant war: bei dem Gegenlicht der untergehenden Sonne konnte niemand auf die Bühne schauen &#8211; tritt die Band auf die Bühne, welche im Stil der frühen 80er dekoriert ist. Die Bühne natürlich. Die Band kann ja gar nicht anders.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Man erinnert sich an seine Wurzeln, möchte man meinen. Das Konzert ist &#8211; entgegen der Auftritte in den letzten Jahren dieser Megastars &#8211; gemischt, man spielt ein gutes Drittel aktuelle Titel und heizt dem Publikum ordentlich mit den wohlbekannten Klassikern ein. Die Zuschauer sind begeistert und verzeihen der Band großzügig das schon mal der Gesang weitergeht obwohl der Sänger einen guten Meter neben seinem Mikro steht und auch der Schlagzeuger ganz offensichtlich zu einem anderen Stück spielt als jenes, welches gerade aus den meterhohen Boxentürmen dröhnt.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Beständigkeit ist der Eckpfeiler eine ruhmreichen Karriere, auch bei Konzerten ist diese Tugend von Nutzen. Wenn der Sänger also zur exakt vorhergesagten Zeit seine Bandmitglieder vorstellt, wundert es auch niemanden das genau die gleichen Zugaben gespielt werden wie schon die Konzerte davor. Nur diesmal in leicht geänderter Version. Ein wenig flexibel muss man wohl doch sein.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Alles in allem waren die 60€ für die Waldbühne ganz okay. Immerhin musste man nicht stundenlang an den Getränkeständen anstehen und selbst kurz vor Schluss konnte man noch Steakbrötchen vom Grill erwerben.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Es war wohl das letzte Konzert von Depeche Mode, aber das haben wir ja schon so oft gehört&#8230;</div>
<h4>Das Konzert.</h4>
<p>Kaum ein Besucher scheint unter 35 zu sein. Die wenigen jüngeren Ausnahmen schauen verstört, aber hoffnungsvoll, in die Runde. Immerhin sind kaum Hardliner zu sehen. Es wird am Wetter liegen: bei 35 Grad zwängt man sich nicht in seine Leder- und Jeanskluft und toupiert sich 80er-Jahre gerecht die Haare hoch. Auch das poppig bleiche Make-Up würde nur verlaufen, da muss halt ein einfacher Kajal reichen. Die weiblichen Besucher treiben etwas mehr Aufwand bei der Gesichtsbemalung, zollen der Hitze aber auch ihren Tribut. Dafür gibt&#8217;s halt mehr Lippenstift.</p>
<p>Der versierte Konzertprofi spart sich die Vorband und tritt erst kurz vor Konzertbeginn auf den Plan. Mit geübtem Blick sondiert er die Ränge, nur um festzustellen das andere Besucher schneller waren. Okay, betrachtet man das Geschehen halt &#8220;von oben&#8221;, man weiss ja wie seine Idole aussehen: die heimischen Wände sind bis zur Decke mit Abbildungen der musikalischen Truppe zugekleistert. Und näher zu den Getränkeständen steht man auch.</p>
<p>Nach einem fulminanten Lichtvorspiel &#8211; von dem wir mal ausgehen das es fulminant war: bei dem Gegenlicht der untergehenden Sonne konnte niemand auf die Bühne schauen &#8211; tritt die Band auf die Bühne, welche im Stil der frühen 80er dekoriert ist. Die Bühne natürlich. Die Band kann ja gar nicht anders.</p>
<p>Man erinnert sich an seine Wurzeln, möchte man meinen. Das Konzert ist &#8211; entgegen der Auftritte in den letzten Jahren dieser Megastars &#8211; gemischt, man spielt ein gutes Drittel aktuelle Titel und heizt dem Publikum ordentlich mit den wohlbekannten Klassikern ein. Die Zuschauer sind begeistert und verzeihen der Band großzügig das schon mal der Gesang weitergeht obwohl der Sänger einen guten Meter neben seinem Mikro steht und auch der Schlagzeuger ganz offensichtlich zu einem anderen Stück spielt als jenes, welches gerade aus den meterhohen Boxentürmen dröhnt.</p>
<p>Beständigkeit ist der Eckpfeiler eine ruhmreichen Karriere, auch bei Konzerten ist diese Tugend von Nutzen. Wenn der Sänger also zur exakt vorhergesagten Zeit seine Bandmitglieder vorstellt, wundert es auch niemanden das genau die gleichen Zugaben gespielt werden wie schon die Konzerte davor. Nur diesmal in leicht geänderter Version. Ein wenig flexibel muss man wohl doch sein.</p>
<p>Alles in allem waren die 60€ für die Waldbühne ganz okay. Immerhin musste man nicht stundenlang an den Getränkeständen anstehen und selbst kurz vor Schluss konnte man noch Steakbrötchen vom Grill erwerben.</p>
<p>Es war wohl das letzte Konzert von Depeche Mode, aber das haben wir ja schon so oft gehört&#8230;</p>
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		<title>Auch das ist Berlin.</title>
		<link>http://www.heikokanzler.de/2006/05/auch-das-ist-berlin/</link>
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		<pubDate>Sat, 27 May 2006 09:41:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heiko</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berlin. Beobachtet.]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>

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		<description><![CDATA[Jeden Morgen quält sich auch der unmotorisierte Berliner durch den Berufsverkehr: als Ersatz für die morgendliche Rushhour dienen überfüllte S- und U-Bahnen. Wer jemals dachte das nur in einer Parfümerie eine solche Vielfalt von Düften zu finden ist, der fuhr noch nie um acht Uhr mit der U1.
Menschen aller Couleur und jeden Alters befinden sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Jeden Morgen quält sich auch der unmotorisierte Berliner durch den Berufsverkehr: als Ersatz für die morgendliche Rushhour dienen überfüllte S- und U-Bahnen. Wer jemals dachte das nur in einer Parfümerie eine solche Vielfalt von Düften zu finden ist, der fuhr noch nie um acht Uhr mit der U1.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Menschen aller Couleur und jeden Alters befinden sich auf den Weg zu ihrem Ziel. Sei es nun um unser Bruttosozialprodukt zu steigern oder die freie Zeit mit Shopping und Spaziergängen zu verbringen. Letzteres gilt vornehmlich für die glücklich beurlaubten unter uns oder unsere Mitbürger im Rentenalter.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Letztere verbringen oft ihren Lebensabend in Begleitung Vierbeiniger Mitbewohner die selten jünger oder rüstiger daherkommen als sie selbst. Rührend anzusehen sind die Damen, die mit ihren jahrelangen treuen Begleitern langsam &#8211; dem Alter Tribut zollend &#8211; durch die unterirdischen Gänge der U-Bahn wandern, umspült vom Gewirr und hastigen Gedränge der berufstätigen Mitreisenden.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Nun steht ein solches Paar vor der Treppe die zurück ins Sonnenlicht führt und der Schäferhund weigert sich, im Wohlgedenken an seine altersbedingte Hüftgelenk-Athritis, die Treppe hochzusteigen. Ein stummer flehender Blick wechselnd zwischen Frauchen und die knapp 60 Stufen sollen mit Nachdruck deutlich machen das er da nicht hoch möchte. Und Frauchen versucht ihrem Hund zu erklären das es nun mal nicht zu ändern ist: der Fahrstuhl ist nun schon länger defekt und man müsse nun gemeinsam diese Hürde erklimmen. Und sie merkt gutmütig dem Hund gegenüber an, das sie ja noch glücklich dran seien. Ein Rollstuhlfahrer hätte hier ja keine Chance. Ich habe mich ein wenig für die BVG geschämt&#8230;</div>
<h4>Auch das ist Berlin.</h4>
<p>Jeden Morgen quält sich auch der unmotorisierte Berliner durch den Berufsverkehr: als Ersatz für die morgendliche Rushhour dienen überfüllte S- und U-Bahnen. Wer jemals dachte das nur in einer Parfümerie eine solche Vielfalt von Düften zu finden ist, der fuhr noch nie um acht Uhr mit der U1.</p>
<p>Menschen aller Couleur und jeden Alters befinden sich auf den Weg zu ihrem Ziel. Sei es nun um unser Bruttosozialprodukt zu steigern oder die freie Zeit mit Shopping und Spaziergängen zu verbringen. Letzteres gilt vornehmlich für die glücklich beurlaubten unter uns oder unsere Mitbürger im Rentenalter.</p>
<p>Letztere verbringen oft ihren Lebensabend in Begleitung vierbeiniger Mitbewohner die selten jünger oder rüstiger daherkommen als sie selbst. Rührend anzusehen sind die Damen, die mit ihren jahrelangen treuen Begleitern langsam &#8211; dem Alter Tribut zollend &#8211; durch die unterirdischen Gänge der U-Bahn wandern, umspült vom Gewirr und hastigen Gedränge der berufstätigen Mitreisenden.</p>
<p>Nun steht ein solches Paar vor der Treppe die zurück ins Sonnenlicht führt und der Schäferhund weigert sich, im Wohlgedenken an seine altersbedingte Hüftgelenk-Athritis, die Treppe hochzusteigen. Ein stummer flehender Blick wechselnd zwischen Frauchen und die knapp 60 Stufen sollen mit Nachdruck deutlich machen das er da nicht hoch möchte. Und Frauchen versucht ihrem Hund zu erklären das es nun mal nicht zu ändern ist: der Fahrstuhl ist nun schon länger defekt und man müsse nun gemeinsam diese Hürde erklimmen. Und sie merkt gutmütig dem Hund gegenüber an, das sie ja noch glücklich dran seien: ein Rollstuhlfahrer hätte hier ja keine Chance.</p>
<p>Ich habe mich ein wenig für die BVG geschämt&#8230;</p>
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		<item>
		<title>Zurückbleiben bitte.</title>
		<link>http://www.heikokanzler.de/2006/04/zuruckbleiben-bitte/</link>
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		<pubDate>Tue, 25 Apr 2006 11:03:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heiko</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berlin. Beobachtet.]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>

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		<description><![CDATA[Drängler und Nörgler gibts auch in der U-Bahn. Beim einsteigen stehen diese Leute stets vorne in der Schlange; wenn nicht, dann drängeln sie sich auf den Platz den andere Wartende für die Austeigenden gemacht haben.
Beim einsteigen haben es die Drängler dann plötzlich nicht mehr so eilig: gemütlich wird in den Waggon geschlendert und in der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Drängler und Nörgler gibts auch in der U-Bahn. Beim einsteigen stehen diese Leute stets vorne in der Schlange; wenn nicht, dann drängeln sie sich auf den Platz den andere Wartende für die Austeigenden gemacht haben.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Beim einsteigen haben es die Drängler dann plötzlich nicht mehr so eilig: gemütlich wird in den Waggon geschlendert und in der Tür stehend nach einem passablen Sitzplatz gespäht. Der Aufruf &#8220;Zurückbleiben, bitte&#8221; schindet keinen Eindruck auf sie, auch die Tatsache das noch andere Fahrgäste auf dem Bahnsteig stehen, lässt sie kalt. Nach endloser Zeit wurde endlich ein schöner Fensterplatz erspäht und nun dürfen auch die anderen Fahrgäste einsteigen. Sofern sie noch schnell genug durch die sich schliessende Automatiktür hechten können&#8230;</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Zwei Stationen weiter springt dann unser Drängler wieder auf, richtet seinen Anzug und die Krawatte und erkämpft sich unter Protest der anderen Fahrgäste (&#8220;Wir wollen auch hier raus&#8221;) wieder den vordersten Platz an der Tür. Der Zug hält, die Tür wird geöffnet und unser Drängler, welcher jetzt wieder alle Zeit der Welt hat, muss sich in der Tür stehend erst mal orientieren. Weitere Fahrgäste sind ihm wieder egal und es kommt wie es kommen muss: ER schafft es noch rechtzeitig auf den Bahnsteig, für die anderen Fahrgäste heisst es: &#8220;Zurückbleiben bitte.&#8221;</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">IM Waggon&#8230;</div>
<h4>Zurückbleiben bitte.</h4>
<p>Drängler und Nörgler gibts auch in der U-Bahn. Beim einsteigen stehen diese Leute stets vorne in der Schlange; wenn nicht, dann drängeln sie sich auf den Platz den andere Wartende für die Austeigenden gemacht haben.</p>
<p>Beim einsteigen haben es die Drängler dann plötzlich nicht mehr so eilig: gemütlich wird in den Waggon geschlendert und in der Tür stehend nach einem passablen Sitzplatz gespäht. Der Aufruf &#8220;Zurückbleiben, bitte&#8221; schindet keinen Eindruck auf sie, auch die Tatsache das noch andere Fahrgäste auf dem Bahnsteig stehen, lässt sie kalt. Nach endloser Zeit wurde endlich ein schöner Fensterplatz erspäht und nun dürfen auch die anderen Fahrgäste einsteigen. Sofern sie noch schnell genug durch die sich schliessende Automatiktür hechten können&#8230;</p>
<p>Zwei Stationen weiter springt dann unser Drängler wieder auf, richtet seinen Anzug und die Krawatte und erkämpft sich unter Protest der anderen Fahrgäste (&#8220;Wir wollen auch hier raus&#8221;) wieder den vordersten Platz an der Tür. Der Zug hält, die Tür wird geöffnet und unser Drängler, welcher jetzt wieder alle Zeit der Welt hat, muss sich in der Tür stehend erst mal orientieren. Weitere Fahrgäste sind ihm wieder egal und es kommt wie es kommen muss: ER schafft es noch rechtzeitig auf den Bahnsteig, für die anderen Fahrgäste heisst es: &#8220;Zurückbleiben bitte.&#8221;</p>
<p>IM Waggon&#8230;</p>
<div></div>
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		<title>Frauenfussball.</title>
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		<pubDate>Sat, 21 May 2005 06:35:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heiko</dc:creator>
				<category><![CDATA[Land, Leute.]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Blogclassix]]></category>

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		<description><![CDATA[Berlin an sich ist ja schon eine ungewöhnliche Stadt, aber Kreuzberg ist irgendwie noch mal was  ganz anders.
Dort spielt man auch schon mal entlang der Wiener Straße spontan Fussball. Aus zwei Verkaufsständern für Ansichtskarten wird ein Tor improvisiert und Antonia und Marianne liefern sich lachend unter den anfeuernden Zurufen vorbeikommender Passenten auf dem Gehsteig [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Berlin an sich ist ja schon eine ungewöhnliche Stadt, aber Kreuzberg ist irgendwie noch mal was  ganz anders.</p>
<p>Dort spielt man auch schon mal entlang der Wiener Straße spontan Fussball. Aus zwei Verkaufsständern für Ansichtskarten wird ein Tor improvisiert und Antonia und Marianne liefern sich lachend unter den anfeuernden Zurufen vorbeikommender Passenten auf dem Gehsteig packende Zweikämpfe. Während die beiden sich abrackern um den kleinen Flummi (als &#8220;Ball&#8221; kann man das kaum bezeichnen) in&#8217;s Tor zu pfeffern, hat es Lena als Torwärtin doch recht einfach: der Golden Retriever ist mit seinen vier Pfoten ganz klar im Vorteil.</p>
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		<title>45 Minuten</title>
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		<pubDate>Mon, 11 Aug 2003 00:46:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heiko</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berlin. Beobachtet.]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
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		<description><![CDATA[45 Minuten
Da schafft es die Post endlich, verbraucherfreundliche Öffnungszeiten auch für Berufstätige einzuführen&#8230; und wer, bitte schön, steht in der ellenlangen Schlange Postkunden, die auf dem Weg zur Arbeit nur schnell ein Postgeschäft verrichten wollen, ganz vorne und okkupiert die eh&#8217; schon spärlich besetzten Schalter? Richtig: Renter!
Jene Mitbürger, die nach erfüllten 60 Jahren Berufstätigkeit ihren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">45 Minuten</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Da schafft es die Post endlich, verbraucherfreundliche Öffnungszeiten auch für Berufstätige einzuführen&#8230; und wer, bitte schön, steht in der ellenlangen Schlange Postkunden, die auf dem Weg zur Arbeit nur schnell ein Postgeschäft verrichten wollen, ganz vorne und okkupiert die eh&#8217; schon spärlich besetzten Schalter? Richtig: Renter!</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Jene Mitbürger, die nach erfüllten 60 Jahren Berufstätigkeit ihren verdienten Lebensabend geniessen können. Aber nein, die senile Bettflucht drängt unsere geliebten Mitbürger schon um halb Acht auf die Straße um all die wichtigen und dringenden Angelegenheiten zu erledigen, die keinen Aufschub dulden: das ummelden des D1-Handies vom Enkel&#8230; Ja, die Schalterdame konnte auch dem netten Herrn nach ca. 20 Minuten geduldigen auf-ihn-einredens erklären das es zwar früher die Post war die uns die Telefone geliefert hat, aber das war auf der Zeitleiste weit vor Bismarck!</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Jetzt noch schnell das Konto umgestellt, er habe da von so tollen Konditionen für das Sparbuch gehört. Und das müsse man ihm doch noch mal genauer erklären. Weitere 15 Minuten später endete die Belagerung des Schalters durch diesen Kunden, er zog glücklich und zufrieden mit einer Briefmarke von dannen: für den Brief an den Heilmittelversand, der ja so schöne Angebote und Proben hat&#8230; Die Sparbuchkonditionen waren dann doch nicht gut für ihn, er hätte das Geld lieber längerfristig angelegt.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Nachdem dann der geneigte Postkunde die erste Hürde geschafft hat, steht er nun endlich vor dem Schalter der Glückseligkeit und hätte gern das Smartpack XS (dereinst noch &#8220;Versandkarton klein&#8221; tituliert) und einen Paketschein. Die Beamtin sieht sich in ihrer Kompetenz gefordert und läuft zur beraterischen Hochform auf: einen Paketschein bräuchte man für das Smartpack XS nicht, das ginge noch als Brief durch. Selbst Einwände wie &#8220;ich möchte es aber versichern, und das geht nur bei einem Paket&#8221; beeindrucken diese nicht. Man muss sich den Paketschein selber holen.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Flux den gewünschten Gegenstand verpackt, schön in Papier gewickelt und in das (zugegebenermaßen) kleine Paket verstaut. Der einzigen Lasche vorne traut man nicht, aber das &#8220;Accessoryset&#8221; (bestehend aus einem Paketschein und Klebestreifen zur sicheren Verschließung des Paketes) gibt es erst ab dem &#8220;Smartpack S&#8221;&#8230; Egal. DAS klären wir, ebenso wie die Versandfrage, später am Schalter.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Ein schiefer Blick zur, mittlerweile noch längeren, Schlange macht deutlich: pünktlich wird der Postkunde seinen Dienst heute nicht mehr antreten. Da schallt eine Stimme aus dem Hintergrund (Schalter 6, einer von zwei geöffneten Schaltern) &#8220;so, das hier kann jetzt ein wenig länger dauern und der Herr da vorne am Tisch muss mal platz machen&#8221;. Welcher Herr? Schnell wird klar wer gemeint ist und der resoluten Schalterdame nebst Kundin, die eine Postbankberatung wünscht, Platz gemacht.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Schön das diese Rentnerin nur ein neues Konto für sich und evtl. ihre Enkel wünscht, und das mit dem gelben Strom müsse man ihr auch noch mal erklären&#8230;</div>
<blockquote><p>Ich kann mich nicht mehr an das exakte Datum erinnern. Aber &#8220;45 Minuten&#8221; entstand 2003 und ist definitiv die erste Montagsmail welche sich zu einer Mailingliste und später den Grundstein für meine private Webseite bildete.</p></blockquote>
<p><strong>45 Minuten.</strong></p>
<p>Da schafft es die Post endlich, verbraucherfreundliche Öffnungszeiten auch für Berufstätige einzuführen&#8230; und wer, bitte schön, steht in der ellenlangen Schlange Postkunden, die auf dem Weg zur Arbeit nur schnell ein Postgeschäft verrichten wollen, ganz vorne und okkupiert die eh&#8217; schon spärlich besetzten Schalter? Richtig: Renter!</p>
<p>Jene Mitbürger, die nach erfüllten 60 Jahren Berufstätigkeit ihren verdienten Lebensabend geniessen können. Aber nein, die senile Bettflucht drängt unsere geliebten Mitbürger schon um halb Acht auf die Straße um all die wichtigen und dringenden Angelegenheiten zu erledigen die keinen Aufschub dulden wie zum Beispiel das ummelden des D1-Handies vom Enkel&#8230; Ja, die Schalterdame konnte auch dem netten Herrn nach ca. 20 Minuten geduldigen auf-ihn-einredens erklären das es zwar früher die Post war die uns die Telefone geliefert hat, aber das war auf der Zeitleiste weit vor Kaiser Bismarck!</p>
<p>Jetzt noch schnell das Konto umgestellt, er habe da von so tollen Konditionen für das Sparbuch gehört. Und das müsse man ihm doch noch mal genauer erklären. Weitere 15 Minuten später endete die Belagerung des Schalters durch diesen Kunden. Er zog glücklich und zufrieden mit einer Briefmarke von dannen: für den Brief an den Heilmittelversand der ja so schöne Angebote und Proben hat&#8230; Die Sparbuchkonditionen waren dann doch nicht gut für ihn, er hätte das Geld lieber längerfristig angelegt.</p>
<p>Nachdem dann der geneigte Postkunde die erste Hürde geschafft hat, steht er nun endlich vor dem Schalter der Glückseligkeit und hätte gern das Smartpack XS (dereinst noch &#8220;Versandkarton klein&#8221; tituliert) und einen Paketschein. Die Beamtin sieht sich in ihrer Kompetenz gefordert und läuft zur beraterischen Hochform auf: einen Paketschein bräuchte man für das Smartpack XS nicht, das ginge noch als Brief durch. Selbst Einwände wie &#8220;ich möchte es aber versichern, und das geht nur bei einem Paket&#8221; beeindrucken diese nicht. Man muss sich den Paketschein selber holen.</p>
<p>Flux den gewünschten Gegenstand verpackt, schön in Papier gewickelt und in das (zugegebenermaßen) kleine Paket verstaut. Der einzigen Lasche vorne traut man nicht, aber das &#8220;Accessoryset&#8221; (bestehend aus einem Paketschein und Klebestreifen zur sicheren Verschließung des Paketes) gibt es erst ab dem &#8220;Smartpack S&#8221;&#8230; Egal. DAS klären wir, ebenso wie die Versandfrage, später am Schalter.</p>
<p>Ein schiefer Blick zur, mittlerweile noch längeren, Schlange macht deutlich: pünktlich wird der Postkunde seinen Dienst heute nicht mehr antreten. Da schallt eine Stimme aus dem Hintergrund (Schalter 6, einer von zwei geöffneten Schaltern) &#8220;so, das hier kann jetzt ein wenig länger dauern und der Herr da vorne am Tisch muss mal platz machen&#8221;. Welcher Herr? Schnell wird klar wer gemeint ist und der resoluten Schalterdame nebst Kundin, die eine Postbankberatung wünscht, Platz gemacht.</p>
<p>Schön das diese Rentnerin nur ein neues Konto für sich und evtl. ihre Enkel wünscht, und das mit dem gelben Strom müsse man ihr auch noch mal erklären&#8230;</p>
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