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Lektion in Demut.

Lektion in Demut.

In Slawonien, der Region in der ich meinen Urlaub verbrachte, ist der Kroatienkrieg noch unvergessen und allgegenwärtig. Trotz der unglaublichen Herzlichkeit, die mir entgegengebracht wurde, sind die Menschen dort noch verbittert und in den Gesichtern steht noch der Schmerz um die in den Kämpfen verlorenen Familienmitglieder und Verwandten. Kaum ein Haus im Dorf das von den Geschossgarben und Granatsplittern verschont blieb.

Vorsichtig gefragt wird einem auch erzählt und berichtet und man merkt schnell, dass auch 15 Jahre nach dem Krieg noch Angst und Verbitterung herrscht. Wir fuhren nach Vukovar um einen Friedhof und Kriegsdenkmal zu besuchen und anschliessend an ein Massengrab. Ab hier lasse ich besser die Bilder sprechen.

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Heiko

BüroAmMeer. Fotografiert gern. Produktmanager, Projektleiter, Softwareentwickler und Game Designer, je nach Tageszeit, Erfordernis, Lust und Laune. Auswanderer, Roadsterliebhaber.

10 Comments

  1. MiH

    Erschütternde Erinnerungen an eine Zeit, die absolut sinnlos ist (wie jeder Krieg!).

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  2. Der Seemann

    Kriege führen unsere Politiker, Soldaten führen die Befehle nur aus. Das Schlimme daran ist, dass die Politiker vom Volk gewählt werden. Somit ist jedes Volk in den Kriegsgebieten für das eigene Leid und das der Anderen selbst verantwortlich. Leider vergessen das die Beteiligten, denn Sie waren es, die den Krieg und das Leid wollten. Die am meisten gelitten haben, sind die Soldaten, sie werden diese Ereignisse nie mehr vergessen.

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    • Netzgeflüster

      Bin da etwas anderer Meinung. Das Volk wurde missbraucht und gegeneinander aufgewiegelt. Auch die einfachen Soldaten. Schade, dass Del Ponte abgesägt wurde, als sie ein wenig Licht in’s Dunkle bringen wollte. Aber den Grundstein hat sie zumindest gelegt.

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  3. Judy

    Solche Wunden heilen leider nur sehr langsam. Bei allen Beteiligten.

    Dennoch – sehr stimmungsvolle, schöne Bilder, wenn ich da so sagen darf.

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  4. Heiko

    Für mich war der Kontrast das aufwühlende. Ich war ein in einem Land unter Menschen deren Sprache ich nicht sprach und die mich nicht verstanden. Und dennoch war ich mitten unter ihnen, immer mittendrin, nie außen vor. Diese herzliche Gastfreundschaft (wir Europäer und Deutsche im speziellen würden es als aufdringlich bezeichnen) ist ohne Gleichen.

    Und dann sind da auf der anderen Seite der verschlossene Blick, die versteinerten Minen.

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  5. Der Applejünger

    Ach so, die Fotos sind toll, wenn man mal von dem traurigen Hintergrund absieht.
    Aber sonst…
    Technisch und Bildkompositorisch und so…
    Nööö, echt gut. 😉

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    • Heiko

      Die Auswahl war nicht einfach 🙂

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  6. Mendweg

    Hallo Heiko,
    was für ein Glück dass Du ein solches Auge, die Kreativität und das Können besitzt, um die Eindrücke wortlos in Bildern einzufangen!

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