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Flip Flops.

Flip Flops.
Flip Flops. Die Badepantine, der Fuß in Selbiger und ein Restaurant.

Mit den sinkenden Temperaturen verschwindet der Sommer und mit ihm auch die sogenannten „Flip Fops“ aus dem Straßenbild. Jene zur modischen Fußbekleidung mutierten Badelatschen, die uns einst als Kind bei Badeurlauben schon von den Eltern am Strand aufgezwungen wurden. Ich fand diese unbequemen Kunststoff-Treter mit den scharfen Kanten, die selten von selbst am Fuß blieben und nur durch festtackern zum halten bewegt werden konnten, schon damals ätzend.

Um der Plastik-Pantoffel ein wenig Erotik zu verpassen malt sich Frau noch zusätzlich ihre Fußnägel an. So kommt zum blumengeschmückten Wickelrock noch der rosa Schlappen mit passenden blauen Zeh. Im Verlauf des Sommers wird diese Lackierung dann nicht erneuert und so bietet sich dem Betrachter oft ein Anblick der einem TÜV-Prüfer die Tränen in die Augen treibt. Schade das man nur Autos stillegen kann…

Heute findet es frau schick mit durch Zierrat verunstalteten Bade-Galoschen einkaufen zu gehen. Selbst im Restaurant findet man Schmalspursandalen vor mit denen man im letzten Jahr bestenfalls am Ballermann 6 auftreten konnte oder am Ballaton Beifall erntete. Da hilft es heute auch nicht wenn der Schriftzug einer bekannten Sportschuhmarke auf dem Botten prangt: im Prinzip reicht ja auch die Leihpantine aus dem Hallenbad.

Während nun der durchschnittliche Restaurantbesucher noch grübelt ob er sich am „Pavés de boeuf au poivre“ oder doch lieber „Coeur de filet à l´estragon“ verlustiert, hört man schon das charakteristische Geräusch das dem Gummischuh seinen Namen gab: am Arm des langsam schreitenden Begleiters vorbeigeführt demonstriert die modische Frau von Welt das sie auch dem ständig drohenden Verlust der Kunstleder-Sandalette herr wird. Der daraus resultierende schlurfende gang ist Programm. Wie auch der Name: Flip Flop.

Merke: Flip Flops sind keine Schuhe. Und schon gar nicht attraktiv!

About The Author

Heiko

BüroAmMeer. Fotografiert gern. Produktmanager, Projektleiter, Softwareentwickler, manchmal auch DJ und Game Designer, je nach Tageszeit, Erfordernis, Lust und Laune. Auswanderer, Roadsterliebhaber.

16 Comments

  1. Der Applejünger

    „Schade das man nur Autos stillegen kann…“ Hahaha… Du sagst es!!!

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  2. Svenja-and-the-City

    Danke, dass endlich mal jemand festgestellt hat: FlipFlops sind keine Schuhe. Punkt.
    Man glaubt es nicht, aber im Sommer habe ich sogar zwei Frauen im Theater gesehen, die FlipFlops trugen. Ich stand im Abendkleid mit Pumps daneben und hab so mißbilligend geguckt, wie ich nur konnte 🙂

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  3. Judy

    Die Dinger sind super für Pool, Schwimmbad und als Hausschuhe. Aber auch nur die Plateauvariante.

    Überall sonst ein No-Go. 😉

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    • NETZGEFLUESTER

      genau so sieht’s aus. und für den supermarkt umme ecke zur not auch! so! 🙂 ich mag meine diamanten-variante. 😛

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      • Heiko

        @Judy: exactly!

        @Flüsterlady: Wenn es im Supermarkt nicht auffällt … :mrgreen:

  4. Mendweg

    FlipFlops? Harmlos!
    Richtig ekelig finde ich Crocs (am besten mit total lustigen Einsteckverzierungen) und am schlimmsten junge Frauen die bei sommerlichen Temperaturen mit flachsoligen UGGs durch die Landschaft trampeln.
    Merke: Plastiklatschen gehören an Putzfrauenfüsse, Moccasin Boots an die Füsse von Nscho-tschi und die ist inzwischen 70 Jahre alt…

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    • Heiko

      Himmel hilf. Die Crocs gehen ja mal gar nicht. Sind das nicht eigentlich Sohlenschützer für die Gartenarbeit?

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      • NETZGEFLUESTER

        boah, nee die klump-plastik-öko-müslimami-treter *schüttel*

        geht aber mal sowas von nicht. dann greif ich echt eher zu birkis!

  5. Bone

    Wie jetzt? Nichtmal der Sportschuhherstelleraufdruck hilft? Meine bessere Hälfte hat die aber in Pink/Weiss, Schwarz/Weiss und Weiss/Schwarz. Aber zum Glück ist sie in der Lage dem Anlass entsprechend die richtige Schuhwahl zu treffen.

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    • Heiko

      Nein, auch die Markenveredelung hilft da nicht.
      Wenn denn die Gattin in der Lage ist passend auf die Dinger zu verzichten, haben Sie ja Glück gehabt 🙂

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  6. Juniwelt

    Die schlichten Brazil Havaianas in schwarz sind meiner Meinung durchaus tragbar, allerdings nur am Strand, in der Strandbar und auch in der Sauna sowie im Schwimmbad.
    Crocs find ich auch extrem widerlich, sowas sind KEINE Schuhe!
    UGGs sind bestimmt schön warm und gemütlich, sehen aber auch unförmig aus und sind somit auch nicht tragbar.
    Und ungepflegte Füsse sehen in allen offenen Schuhen schei.. aus, wobei ungepflegt bei mir schon mit blau, grün, gelb oder schwarz auf den Nägeln losgeht.

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    • Heiko

      wobei ungepflegt bei mir schon mit blau, grün, gelb oder schwarz auf den Nägeln losgeht.

      Das muss ich mir merken.

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  7. Sabine

    Heute im Römisch Germanischen Museum in Köln, eine junge Frau läuft dort mit Flip Flops rum….in Badeschlappen ins Museum, da wird es sogar bei mir kritisch 😉 ( ich lauf da ja auch nicht in Crocs im Museum rum *gg*)

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  8. Der Applejünger

    Hahahaha… Ich hatte -bevor ich meinen Blog schloss- auch schon „Classic-Posts“ in meinen Entwürfen rumfliegen.
    Das waren all die Posts, die ich für Pulitzerpreis-Verdächtig hielt und bei meinem Datenbank-Crash zunächst verloren gingen. 😀

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  9. Madi

    Ich hab jetzt irgendwo gelesen, dass man von Flip Flops Hornhaut an den Füßen bekommt…man sollte also auf Flip Flops umsteigen, die ein Fußbett haben… 😀

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  10. bluhnah

    sowas besitze ich nicht 🙂
    wenn die dinger noch so ein ding zwischen den zehen haben ist es besonders fürchterlich!

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